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Archive for the ‘ubuntu’ Category

ubuntu 16.04 und ältere NVidia-Grafikkarten

Posted on Januar 19th, 2017 by meikel in Linux, ubuntu

Ich habe einen älteren Desktop-PC mit ubuntu 16.04 im Einsatz. Der Rechner hat eine Onboard-Grafik nVidia 7025, diese hat auch über Jahre tadellose Dienste versehen, selbst Fullscreen-Videos liefen anstandslos. Nun hatte ich vor einiger Zeit mal einen harten Crash, was dazu führte, dass irgendwie die Grafikkonfiguration und der XServer/Xorg mich nicht mehr mochten: Es entstand der vielfach bekannte „Login-Loop“, d. h. nach Eingabe von Username und Passwort startete der Desktop nicht mehr und ich landete wieder auf dem Anmeldebildschirm.

Nun ja, ich musste ja irgendwie arbeiten, an die Grafik stelle ich dabei nicht so hohe Ansprüche. Also habe ich erst mal sämtliche nVidia-Treiber restlos entfernt (sudo apt-get purge nvidia*). Mit Standard-Treibern kam ich zunächst wieder auf meine Arbeitsoberfläche, aber ab einer bestimmten Systemlast (Updates oder auch Flash-Videos im Browser) stürzte das System gnadenlos ab, es half jeweil nur ein harter Reset. Also auch keine Dauerlösung.

Nach Durchsicht der Log-Dateien fand ich heraus, dass der XServer mit den Default-Treibern regelmäßig in einen Crash läuft. Viele Foren und Hilfe-Webseiten habe ich durchsucht, die verschiedensten nVidia-Treiberversionen manuell installiert und wieder deinstalliert – nichts hat geholfen. So konnte es auf Dauer nicht weitergehen. Neue Hardware wegen so etwas kommt für mich einfach nicht in Betracht, komplettes Neuaufsetzen (Zeitfaktor!) ebenfalls nicht.

Heute habe ich nun endlich eine Lösung des Problems gefunden – und die ist so einfach, nur kommen muss man drauf. ubuntu bietet eine intelligente Lösung der automatisierten Treiberinstallation, und die lautet: sudo ubuntu-drivers autoinstall in der Kommandozeile. Daraufhin scannt das System die vorhandene Hardware – allein das Zuschauen dabei ist schon spannend, was der apt-get da so alles treibt. Er findet offenbar nicht nur die passende Treiberversion für die nVidia 7025, sondern macht auch noch den Microcode passend und installiert zusätzliche Kernelmodule. Kurz und gut: Nach einem Reboot und Login erstrahlt mein Desktop jetzt wieder in bester Auflösung und auch HD-Fullscreen-Videos können dem System nichts mehr anhaben. Fazit: Nur die Treiber-Installation allein hilft in diesem Fall nicht!

Wenn Sie mal die einschlägigen Suchmaschinen mit den Begriffen XOrg, nvidia, Crash, Xserver und Login Loop bemühen, so werden Sie sehen, dass es unendlich viele Lösungsvorschläge gibt, die aber allesamt nicht helfen. Schon so mancher ist daran verzweifelt. XServer neu installieren, in conf-Dateien herummalen usw. bringt alles nichts. Aber die o. g. autoinstall-Routine hat das System wieder gefixed.

Windows10-Upgrade zerstört Grub-Konfiguration

Posted on August 6th, 2015 by meikel in Linux, LinuxMint, ubuntu, Windows

Auf meinem Arbeitsnotebook mit LinuxMint 17.1 habe ich nebenher noch ein Windows 8.1 mit Grub und entsprechend mühsam eingerichteter UEFI-Konfiguration am Laufen. Nun kam der Tag des (automatisierten) Windows-10-Upgrades. Mutig, wie ich ja bin, habe ich das einfach mal laufen lassen. Hat auch alles auf den ersten Blick geklappt, aber dann kam der große Schreck: Beim Versuch, das Grub-Bootmenü von Linux zu starten, rannte der Rechner prompt in den – genau – Grub-Rescue-Prompt. Somit war LinuxMint erst mal nicht mehr erreichbar.

Wie ich später herausfand, hat das Windows-10-Upgrade die Reihenfolge und Attribute der Partitionen verändert (getreu dem Gebot „Du sollst keine anderen OS neben Windows 10 haben“) – die Linux-Bootpartition war nicht mehr dort, wo Grub sie vermutete. Ich hätte jetzt versuchen können, ein Linux von einer Boot-CD-ROM oder einem USB-Stick zu starten, um dann Reparaturversuche durchzuführen. Ich habe es dann aber doch mit Bordmitteln auf dem Grub-Rescue-Prompt hinbekommen.

Zunächst habe ich mit „ls“ nachgesehen, welche Partitionen überhaupt vorhanden sind. Ergebnis bei mir war (hd0,gpt10), (hd0,gpt9), (hd0,gpt8) … (hd0). Welche davon ist jetzt die Linux-Partition, die ich starten möchte? Das findet man heraus, indem man nacheinander „ls (hd0,gpt1)/“, „ls (hd0,gpt1)/boot“, „ls (hd0,gpt2)/“, „ls (hd0,gpt2)/boot“ usw. eingibt. Meist wird man eine Fehlermeldung erhalten, dass das Filesystem nicht erkannt werden konnte. Irgendwann wird man aber das Laufwerk entdecken, welches das Linux-Hauptverzeichnis enthält – das war in meinem Fall (hd0,gpt9). Viel Spaß übrigens mit der deutschen Tastatur und den Zeichen „()/=“ 🙂

Als nächstes habe ich mit „set“ kontrolliert, wo Grub seine Konfigurationsdateien sucht. Das Ergebnis war in meinem Fall:

prefix=(hd0,gpt8)/boot/grub
root=(hd0,gpt8)

Aha! Ich habe doch zuvor festgestellt, dass mein Linux-Laufwerk (hd0,gpt9) ist. An der Stelle hat Windows 10 also herumfuhrwerkt! Ehemals Partition gpt8 ist jetzt gpt9. Jetzt gilt es also, die Einstellungen für prefix und root so einzustellen, dass Grub seinen Kram wieder findet. Und das geht so:

set prefix=(hd0,gpt9)/boot/grub
set root=(hd0,gpt9)

Wenn man jetzt in die normale Menüansicht von Grub möchte, gibt man Folgendes ein:

insmod normal
normal

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sehen Sie jetzt wieder Ihr altbekanntes Grub-Bootmenü. Juhuuuuu! Aber nicht zu früh freuen! Beim nächsten Booten rennen Sie garantiert wieder in den Grub-Rescue-Prompt. Wenn Sie jetzt auf dem Grub-Bootmenü stehen, stellen Sie den Leuchtbalken auf den Eintrag, der Ihr Linux starten soll, und drücken ‚e‘ (wie „edit“). Hier ändern Sie jetzt überall, wo noch der falsche gpt-x-Wert steht, auf den neuen – bei mir also überall, wo noch ein gpt8 steht, ein gpt9 setzen. Nun F10 drücken – und Linux startet!

Nun sind wir auch schon fast am Ziel. In einer Konsole geben wir nun noch ein „sudo grub-install“ ein, und Grub wird aktualisiert – auch das neue Windows wird erkannt. Jetzt kontrollieren wir nochmal zur Sicherheit die /etc/fstab mit einem Editor (nano, vim, was Sie mögen). Die gemounteten Partitionen mit einem UUID-Identifier stellen natürlich kein Problem dar, sollten Sie dort aber Laufwerke mit einem /dev/…-Eintrag finden, sollten Sie die entsprechende Zeile auf die neuen Gegebenheiten anpassen.

 

Grub2 passend machen (oder reparieren)

Posted on Januar 19th, 2014 by meikel in Linux, LinuxMint, ubuntu

Mir passiert es immer wieder, dass bei Testinstallationen und LiveCDs verschiedener Linux-Distributionen (LinuxMint 15 und 16, ubuntu 13.04 und 13.10) insbesondere bei Notebooks nach dem Start aus dem Grub2-Menü der Bildschirm schwarz (also richtig dunkel) wird und das ganze System festhängt – es bleibt nur noch langes Drücken auf den PowerOff-Knopf. Grund ist, dass der Kernel beim Initialisieren der Grafik verschiedene Auflösungen „ausprobiert“, was bei manchen Grafikchips dann eben schief geht. Über den Recovery-Modus kann man das System in der Regel aber immer noch irgendwie starten, was ja aber keine Dauerlösung sein kann.

Hier gibt es zwei Lösungsschritte. Man kann versuchen, mittels Grub dem Linux-Kernel den Startparameter „nomodeset“ auf den Weg zu geben. Wenn man also das Grub-Startmenü vor sich sieht und auf dem ersten Listeneintrag steht, drückt man ‚e‘, um den Menüeintrag zu editieren. Nun fügt man in der Zeile mit „splash quiet“ das besagte „nomodeset“ hinzu. Jetzt drückt man Strg-X oder F10, um mit den geänderten Parametern das Betriebssystem zu starten. Jetzt sollte das Starten in den Grafikmodus zum Login-Bildschirm funktionieren.

Nun wäre es natürlich lästig, jedesmal in Grub herumzueditieren, wenn man sein ubuntu oder LinuxMint hochfahren will. Den besagten Parameter „nomodeset“ muss noch dauerhaft in Grub2 gespeichert werden. Und das macht man so:

Man öffnet mit root-Rechten die Datei /etc/default/grub – ob mit „sudo nano“ im Terminal oder mit gedit, überlasse ich dem geneigten User. In dieser Datei sucht man dann die Zeile ‚“GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash“‚ und schreibt hinter dem „splash“ noch „nomodeset“. Die ganze Zeile sollte also so aussehen:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash nomodeset“

Nun diese Datei speichern. Damit Grub2 diese Änderung auch annimmt, schießt man im Terminal noch ein „sudo update-grub“ ab.

Nach einem Neustart wird der Listeneintrag im Grub-Menü wie gewünscht funktionieren. Übrigens kann man in der Datei /etc/default/grub sein Startmenü auch optisch noch ein wenig aufhübschen (Auflösung, Hintergrundfarbe). Mehr dazu hier.

IPv6 und Firefox unter Linux

Posted on November 4th, 2013 by meikel in Linux, ubuntu, Webdesign

Ich habe auf einem neuen Notebook ein frisches LinuxMint 15 aufgesetzt und verschiedene Browser eingespielt, wie man das so als Webdeveloper macht. Ich habe in meinem Intranet eine Webseite, auf der angezeigt wird, ob man mit IPv4 oder IPv6 ankommt (auch hier auf der Blogseite unten links gibt es sowas). Nun fiel mir auf, dass der Firefox mir an der Stelle ansagt, ich käme lediglich mit IPv4 an. Die anderen Browser (SRWIron, Opera) zeigten mir hingegen an: alles ok mit IPv6. Wat is dat dann???

Die Lösung: bei der Firefox-Installation in Linuxmint ist standardmäßig die Suche nach einem IPv6-DNS abgeschaltet – warum auch immer. Ändern kann man das wie folgt: in der Adresszeile vom FF „about:config“ eingeben. Die Warnung „Hier erlischt eventuell die Garantie“ ignorieren wir geflissentlich. Nun geben wir in der Suchzeile den Begriff „ipv6“ ein. Nun landen wir auf einer einzigen Zeile „network.dns.disableIPv6“. Der Wert steht mit Sicherheit auf „true“. Doppelklick drauf – dann steht der Wert auf „false“. Browser neu starten – und nun kann der Feuerfuchs auch IPv6. Echt jetzt!

Scannen mit Gimp 2.8 unter Linux

Posted on Juli 7th, 2013 by meikel in Bildbearbeitung, Linux, ubuntu

Schon seit Ewigkeiten scanne ich mit einem All-in-one-WLAN-Scanner/-Drucker mit dem ubuntu-Tool „Simple Scan“, um das so entstandene Bild anschließend mit Gimp zu bearbeiten. Nun wollte ich mir diesen einen Zwischenschritt sparen – es muss doch möglich sein, direkt in Gimp zu scannen.

Geht natürlich. Mit Sane bzw xsaneimage. Falls noch nicht geschehen, mit dem entsprechenden Installationstool nachinstallieren (synaptic oder sudo apt-get install sane). Zunächst überprüft man mit scanimage –list-device, ob der Scanner korrekt im System vorhanden und erreichbar ist. Da sollte dann etwa sowas in der Art rauskommen wie „device ‚hpaio:/net/Deskjet_3050_J610_series?zc=HP025B5A‘ is a Hewlett-Packard Deskjet_3050_J610_series all-in-one“ – oder so ähnlich.

Nun erzeugt man im Verzeichnis „~/.gimp-2.8/plug-ins“ einen Symlink mit ln -s /usr/bin/xscanimage xscanimage .

Gimp - Scannen mit xscanimage (Sane)

Jetzt kann man endlich in Gimp scannen, und zwar über „Datei > Erstellen > xscanimage > Device Dialog…“ (vorher sollte man natürlich mit „Neu…“ eine neue Bildfläche erstellen). Hier öffnet sich dann der xscanimage-Dialog mit den Voreinstellungen und der Scan-Vorschau. Das Ergebnis lässt sich hier dann als XCF oder jedem beliebigen anderen Bildformat speichern.

Java-Plugin für alle Browser in ubuntu 13.04

Posted on Juni 29th, 2013 by meikel in Linux, ubuntu

Hin und wieder besuche ich immer wieder mal Webseiten, die ein Java-Plugin benötigen (z. B. das Online-Magnetometer DK0WCY in Scheggerott). In ubuntu-Linux hatte jedoch keiner meiner benutzten Browser – als da wären Epiphany, Opera, SRW Iron und Firefox – ein Java-Plugin aktiviert. Nun wusste ich aus früheren Versionen, dass man da z. T. mit lib*.so-Dateien in verschiedenen Verzeichnissen hantieren musste, die sich bei Updates auch immer wieder mal änderten.

Das ist nun vorbei. Standardmäßig ist bei ubuntu13.04 OpenJDK 6 (weitestgehend kompatibel mit Sun-Java JRE 7) bereits an Bord, nur das jeweilige Browser-Plugin (icedtea6) fehlte. Diesen habe ich nachinstalliert wie folgt:

sudo apt-get install openjdk-6-jre icedtea6-plugin

Danach funktionierten Java-Applets in all meinen Browsern.

Über die Diskussion rund um immer wieder auftretende Sicherheitslücken der Java-Plugins will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen 😉

PuTTY und der Ziffernblock

Posted on Juni 22nd, 2013 by meikel in Linux, Raspberry Pi, ubuntu, Windows

Wenn ich mal mit Windows 7 arbeite (kommt selten genug vor 😉 ) und per SSH auf meinen Raspberry Pi zugreifen möchte, nutze ich PuTTY. Seit langem ärgert es mich ein wenig, dass ich auf dem Ziffernblock der Tastatur keine Ziffern im Terminalfenster erhalte, sondern die alternativen Steuerzeichen (so als ob NumLock off wäre).

Abhilfe ist ganz einfach: in den PuTTY-Einstellungen unter „Terminal > Features“ die Option „Disable Application Keypad mode“ aktivieren. Am besten gleich diese Änderung unter „Session“ bei den Saved Sessions dauerhaft speichern.

Dann klappts auch mit den Zahlen.

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