IPv6 und Firefox unter Linux

Ich habe auf einem neuen Notebook ein frisches LinuxMint 15 aufgesetzt und verschiedene Browser eingespielt, wie man das so als Webdeveloper macht. Ich habe in meinem Intranet eine Webseite, auf der angezeigt wird, ob man mit IPv4 oder IPv6 ankommt (auch hier auf der Blogseite unten links gibt es sowas). Nun fiel mir auf, dass der Firefox mir an der Stelle ansagt, ich käme lediglich mit IPv4 an. Die anderen Browser (SRWIron, Opera) zeigten mir hingegen an: alles ok mit IPv6. Wat is dat dann???

Die Lösung: bei der Firefox-Installation in Linuxmint ist standardmäßig die Suche nach einem IPv6-DNS abgeschaltet – warum auch immer. Ändern kann man das wie folgt: in der Adresszeile vom FF „about:config“ eingeben. Die Warnung „Hier erlischt eventuell die Garantie“ ignorieren wir geflissentlich. Nun geben wir in der Suchzeile den Begriff „ipv6“ ein. Nun landen wir auf einer einzigen Zeile „network.dns.disableIPv6“. Der Wert steht mit Sicherheit auf „true“. Doppelklick drauf – dann steht der Wert auf „false“. Browser neu starten – und nun kann der Feuerfuchs auch IPv6. Echt jetzt!

Scannen mit Gimp 2.8 unter Linux

Schon seit Ewigkeiten scanne ich mit einem All-in-one-WLAN-Scanner/-Drucker mit dem ubuntu-Tool „Simple Scan“, um das so entstandene Bild anschließend mit Gimp zu bearbeiten. Nun wollte ich mir diesen einen Zwischenschritt sparen – es muss doch möglich sein, direkt in Gimp zu scannen.

Geht natürlich. Mit Sane bzw xsaneimage. Falls noch nicht geschehen, mit dem entsprechenden Installationstool nachinstallieren (synaptic oder sudo apt-get install sane). Zunächst überprüft man mit scanimage –list-device, ob der Scanner korrekt im System vorhanden und erreichbar ist. Da sollte dann etwa sowas in der Art rauskommen wie „device ‚hpaio:/net/Deskjet_3050_J610_series?zc=HP025B5A‘ is a Hewlett-Packard Deskjet_3050_J610_series all-in-one“ – oder so ähnlich.

Nun erzeugt man im Verzeichnis „~/.gimp-2.8/plug-ins“ einen Symlink mit ln -s /usr/bin/xscanimage xscanimage .

Gimp - Scannen mit xscanimage (Sane)

Jetzt kann man endlich in Gimp scannen, und zwar über „Datei > Erstellen > xscanimage > Device Dialog…“ (vorher sollte man natürlich mit „Neu…“ eine neue Bildfläche erstellen). Hier öffnet sich dann der xscanimage-Dialog mit den Voreinstellungen und der Scan-Vorschau. Das Ergebnis lässt sich hier dann als XCF oder jedem beliebigen anderen Bildformat speichern.

Java-Plugin für alle Browser in ubuntu 13.04

Hin und wieder besuche ich immer wieder mal Webseiten, die ein Java-Plugin benötigen (z. B. das Online-Magnetometer DK0WCY in Scheggerott). In ubuntu-Linux hatte jedoch keiner meiner benutzten Browser – als da wären Epiphany, Opera, SRW Iron und Firefox – ein Java-Plugin aktiviert. Nun wusste ich aus früheren Versionen, dass man da z. T. mit lib*.so-Dateien in verschiedenen Verzeichnissen hantieren musste, die sich bei Updates auch immer wieder mal änderten.

Das ist nun vorbei. Standardmäßig ist bei ubuntu13.04 OpenJDK 6 (weitestgehend kompatibel mit Sun-Java JRE 7) bereits an Bord, nur das jeweilige Browser-Plugin (icedtea6) fehlte. Diesen habe ich nachinstalliert wie folgt:

sudo apt-get install openjdk-6-jre icedtea6-plugin

Danach funktionierten Java-Applets in all meinen Browsern.

Über die Diskussion rund um immer wieder auftretende Sicherheitslücken der Java-Plugins will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen 😉

Apache und .htaccess auf dem Raspberry Pi

Ich habe auf meinem Raspberry Pi einen Apache2 laufen, der auch meistens per WLAN über den Router ans Netz angebunden ist. Nun ist der Apache in der Standardinstallation eine höchst unsichere Kiste. Verzeichnisse unter /var/www sind offen einsehbar, was natürlich nicht so lustig ist. Also ist hier das Anlegen einer .htaccess-Datei die erste Wahl. Dazu muss die Nutzung der .htaccess erst einmal aktiviert werden.

Man öffnet dazu mit nano, vi oder dem Editor Ihrer Wahl die Datei ‚/etc/apache2/sites-available/default‘. Dort findet man eine Zeile „AllowOverride None“. Die ändert man zu „AllowOverride All“. Zu beachten ist hier, dass man diese Zeile mehrfach findet. Wir bearbeiten hier den Bereich „<Directory /var/www“.

Jetzt können wir im Web-Hauptverzeichnis eine leere Datei .htaccess anlegen. Um Verzeichnisse unsichtbar zu machen (403 – Forbidden), schreiben wir die Zeile „Options -Indexes“ hinein.

Jetzt die Änderungen speichern und den Apache neu starten (sudo service apache2 restart). Ab jetzt sind die Dateien in den Unterverzeichnissen mit dem Browser nicht mehr einsehbar.

Eine nette Übersicht aller .htaccess-Funktionen auf Deutsch findet man unter http://www.trash.net/faq/htaccess.shtml .

PuTTY und der Ziffernblock

Wenn ich mal mit Windows 7 arbeite (kommt selten genug vor 😉 ) und per SSH auf meinen Raspberry Pi zugreifen möchte, nutze ich PuTTY. Seit langem ärgert es mich ein wenig, dass ich auf dem Ziffernblock der Tastatur keine Ziffern im Terminalfenster erhalte, sondern die alternativen Steuerzeichen (so als ob NumLock off wäre).

Abhilfe ist ganz einfach: in den PuTTY-Einstellungen unter „Terminal > Features“ die Option „Disable Application Keypad mode“ aktivieren. Am besten gleich diese Änderung unter „Session“ bei den Saved Sessions dauerhaft speichern.

Dann klappts auch mit den Zahlen.